Serie: Neue Methoden in der kardialen Funktionsdiagnostik Herzfrequenzvariabilität – Aus psychiatrischer Sicht
Noffke, H. · Deutsches Ärzteblatt · 1999 · Heft 49 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Zuordnung der niedrigen Frequenzanteile der Herzfrequenzvariabilität zum Sympathikus ist weder physiologisch noch durch die Literatur ausreichend belegt. Es ist jedoch gesichert, dass der Acetylcholin-Mechanismus schnelle Änderungen der Herzfrequenz bewirken kann, während die Wirkung des Sympathikus langsamer erfolgt und sich in langsamen Frequenzänderungen äußert. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass der Parasympathikotonus eine bedeutende Rolle spielt, auch wenn dies nicht explizit erwähnt wird. Die Diskussion über die Herzfrequenzvariabilität erfordert daher eine differenzierte