Mitochondriale Erkrankungen: Biochemisch-molekularbiologische Diagnostik von Defekten der Atmungskette
Gerbitz, K.; Jaksch-Angerer, M.; Hofmann, S.; Bauer, M.F.; Gempel, K.; Obermaier-Kusser, B.; Paetzke, I. · Deutsches Ärzteblatt · 1999 · Heft 46 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Mitochondriale Erkrankungen wurden lange Zeit hauptsächlich mit Mutationen der mitochondrialen DNA (mtDNA) in Verbindung gebracht. Allerdings machen mtDNA-Defekte nur einen kleinen Teil dieser Erkrankungen aus. Familienstudien deuten darauf hin, dass die Mehrheit der Fälle chromosomalen Ursprungs ist, wobei die entsprechenden Gendefekte weitgehend unbekannt sind. Zukünftige Forschungsanstrengungen zur Identifizierung von Genen und Gendefekten könnten diese Situation erheblich verändern. Der Artikel thematisiert die Notwendigkeit einer Anpassung der Klassifikation mitochondrialer Erkrankungen,