Geschlechtsidentitätsstörungen im Kindesund Jugendalter
Beier, K. M.; Grüters-Kieslich, A.; Lehmkuhl, U.; Krude, H.; Goecker, D.; Körte, A.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2008 · Heft 11 · S. 834 bis 841
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Geschlechtsidentitätsstörungen (GIS) können sich mit unterschiedlicher Ausprägung bereits ab dem frühen Kleinkindalter manifestieren; die Prävalenzrate bei Kindern und Jugendlichen liegt unter einem Prozent. GIS gehen häufig mit emotionalen und Verhaltensproblemen sowie einer hohen psychiatrischen Komorbidität einher und zeigen eine große Variabilität im Verlauf. Unterschiedliche theoriegeleitete Erklärungsund Therapieansätze, insbesondere frühzeitige hormonelle Interventionsstrategien, werden derzeit kontrovers diskutiert.