Mythen und Fakten der perioperativen Infusionstherapie
Chappell, D.; Jacob, M.; · Anästhesiologie und Intensivmedizin, Erlangen · 2009 · Heft 6 · S. 358 bis 375
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die perioperative Infusionstherapie orientiert sich traditionell an Lehrbüchern, die ein liberales Flüssigkeitsregime im Vorteil sehen. Auf wissenschaftlichen Daten basieren solche Empfehlungen jedoch nicht. Vielmehr ist die Niere mit der Aufgabe, überschüssiges Wasser zeitnah auszuscheiden, überfordert. In den letzten Jahren mehrten sich zudem die klinischen Hinweise, dass sich eine Hypervolämie nachteilig auf das Patienten-outcome auswirken könnte. Es erscheint daher rational, Flüssigkeitssubstitution möglichst bedarfsadaptiert durchzuführen.