Neo-Gesundheitsförderung: Wer kann, muss ran
Schmidt, B.; · G+G, Gesundheit und Gesellschaft, Remagen · 2010 · Heft 4 · S. 15 bis 21
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die aktuelle Gesundheitspolitik setzt auf Eigenverantwor-tung. Alle Bürger sind aufgerufen, sich hinreichend zu bewegen, keine Drogen zu nehmen und sich im Krankheilsfall therapietreu zu verhalten. Mehr Gesundheit und weniger Ausgaben sind das Ziel - obwohl hinreichend belegt ist, dass Gesundheit weniger das Ergebnis von persönlicher Leistung als von sozialer Lage ist. Im Unterschied zur klassischen Gesundheitserziehung zielt Neo-Gesundheitsförderung neben Befähigung auch auf Verpflichtung: Der fördernden Befähigung folgt bei suboptimaler Leistungserbringung die fordernde Sanktionierung.