Trauern als Lebens-Prozess
METZ, C.; · Praxis Palliative Care, Hannover · 2010 · Heft 9 · S. 26 bis 27
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Tod ist nicht nur das einmalige Letzt-Ereignis, der äußerste Schlusspunkt - der Tod ragt vielmehr immer schon ins Leben hinein, fordert immer schon Veränderung. So sind Menschen eigentlich existenziell kundig in Sachen Trauer (vgl. Müiier/Schnegg 2008). Nicht trauern zu wollen beziehungsweise nicht trauern zu dürfen, hätte den Preis der Gefühllosig-keit: ein drastischer Verlust an Lebendigkeit, eine einengende (oftmals Angst machende) Erstarrung des Selbst(konzepts), eine Leben mindernde Verzerrung beziehungsweise Verleugnung alltäglicher existenzieller Erfahrungen, eine zunehmende Inkongruenz.