Die Selbstbildnisse des Malers Lovis Corinth und sein Schlaganfall
Krause-Schäfer, M.; Hesse, S.; · Neurologie und Rehabilitation, Bad Honnef · 2010 · Heft 11 · S. 255 bis 259
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Dargestellt werden die Selbstporträts des Künstlers Lovis Corinth (1858-1925), der 53-jährig einen rechtshemisphäralcn Schlaganfall mit konsekutiver Hemiparese links, Neglcct, Depression und Todesangst erlitt. Vergleicht man die Porträts vor und nach dem Ereignis, so werden die unmittelbaren Schlag-anfallfolgen, wie die Hemiparese und das Neglectsyndrom und deren anschließende partielle Rückbildung, offensichtlich. Wie schon von anderen Autoren aufgegriffen, ist es zu diskutieren, inwiefern der Schlaganfall die Änderung der Sujets hin zu dunkleren Themen und den expressiven Malstil in der Spätphase des künstleri…