Angehörige als Ko-Therapeuten
Lehndorfer, P.; · G+G, Gesundheit und Gesellschaft, Remagen · 2011 · Heft 12 · S. 10
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Diagnose einer psychischen Erkrankung ist nicht nur für den Patienten eine große Belastung, sondern auch für seine Familie. So sind sich die Angehörigen zum Beispiel häufig unsicher, wie sie sich dem Kranken gegenüber verhalten sollen; oft verstehen sie die Erkrankung nicht oder zweifeln, ob sie überhaupt zu behandeln ist. Manchmal entwickeln Geschwister negative Gefühle wie Wut oder Eifersucht, weil der Bruder oder die Schwester mehr Zuwendung durch die Eltern erfährt. Bei den Eltern können wiederum Schuldgefühle entstehen, wenn sie zum Beispiel glauben, die Krankheit mitverursacht zu haben, oder befürchten…