Transurethrale Harnwegskatheter
Hygiene + Medizin, Wiesbaden · 2011 · Heft 12 · S. 512 bis 513
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die transurethrale Harnableitung ist oftmals eine unvermeidbare, medizinisch indizierte Maßnahme, um einen gestörten Harnabfluss wieder herzustellen. Sie beinhaltet allerdings immer auch das Risiko, dass Bakterien oder Pilze aus der Perineal-und Leistenregion in die ableitenden Harnwege und die Harnblase einwandern. Die Erreger kolonisieren zunächst die Schleimschicht zwischen der Katheteraußenfläche und Harnröhrenschleimhaut und bilden dort nach einiger Zeit einen dichten Biofilm. Erreicht dieser die Harnblase, so kann es zur symptomatischen Zystitis mit sup-rapubischen Schmerzen und Fieber kommen. Hygienische…