Akute trauma-assoziierte Gerinnungsstörung beim Schwerverletzten
Bouillon, B.; Paffrath, T.; Maegele, M.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2011 · Heft 12 · S. 827 bis 835
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Jeder vierte Schwerverletzte zeigt zum Zeitpunkt der Schockraumaufnahme eine akute trauma-assoziierte Gerinnungsstörung, die mit einer signifikant erhöhten Morbidität und Letalität einhergeht. Hauptinitiatoren dieser Störung sind Gewebe-schädigung, Hypoperfusion, Hämodilution, Hypothermie, Azidose und Inflammation. Rasch verfügbare Scoringsysteme (McLaughlin-Score.TASH.ABC) können neben gängigen Laborparametern und Bildgebung (FAST und CT) zur frühen Identifi-zierung von Risikopatienten beitragen. Eckpfeiler der Akuttherapie sind Blutungskontrolle und die leitliniengerechte Unterstützung der Gerinnungsfunktion.…