Den Tod des gepflegten Angehörigen als Scheitern erleben
Wams, E. N.; · demenz, Hannover · 2012 · Heft 2 · S. 12 bis 13
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Im Gespräch mit Seelsorgern, Psychiatern und Angehörigen wird klar: Manchmal erleben Angehörige oder Freunde das Ster-ben eines Menschen mit Demenz als Scheitern. Zunächst einmal kann man dem nur mit Anteilnahme und Einfühlung begegnen und die Trauernden in ihrer Verzweiflung ernst nehmend begleiten. Bisweilen kommt dieses Gefühl des Scheiterns sofort im Moment des Sterbens auf. Es war kein Abschied mehr möglich. Es war kein Trost mehr möglich. Man bleibt geschockt zurück und schreit nachts vor Kummer in die Dunkelheit. Oder man erstarrt und verstummt, und kein Trost findet Eingang in die Seele. Die religiösen H…