«Auch wenn ich einen Wunsch frei hätte: Ich möchte nicht sehen können»
Wetss, M.; · Curaviva, Bern · 2011 · Heft 7 · S. 43 bis 45
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Kräftig sind sie, diese Finger, und voller Farbkleckse. Unter den Nägeln sind farbige Ränder, der Ehering gräbt sich in den rechten Ringfinger. Es sind nicht die zarten Hände eines Pianisten. Aber wenn sie über das Zeichenpapier huschen, immer dicht beieinander, wenn die Linke den Bleistift in der Rechten führt und die Linien ertastet, die das Schreibge-rät hinterlassen hat, wenn dann auf dem Papier eine Landschaft entsteht, mit Häusern, Bäumen und einem Weg, der sich in die Ferne zu den Bergen windet, dann vergisst die Betrachterin, wie grob die Hände wirken. Und noch etwas vergisst sie: dass der Zeichner blind…