Den Verfall des eigenen Vaters zu sehen - die wohl schrecklichste Erfahrung meines Lebens
Ganß, M.; · demenz, Hannover · 2012 · Heft 5 · S. 26 bis 28
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Mein Verhältnis zum Funktionieren beispielsweise. Ich bin immer davon ausgegangen: Du bist nur was, wenn du etwas leistest. Diese Sichtweise ist nicht frei von väterlichem Einfluss. Nie hätte ich mir meinen Vater so vorstellen können. Er hat immer gesagt: „Ich glaube nicht, dass jemand, der nicht mehr weiß, wer seine nächsten Angehörigen sind, noch ein Mensch ist. Das glaube ich eben gar nicht. Es gibt auch ein Recht auf ein Nicht-mehr-Funktionieren. Viel-leicht ist es ein dummes alltägliches Bespiel. Standen früher beim Frühstücksbuffet zwei ältere Menschen vor mir und stritten, welche Wurstsorte sie nun nehmen…