Hoffnung und Fluch der Genanalyse
Schmutzler, R.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2012 · Heft 6 · S. 1163 bis 1167
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zwei gesunde Schwestern, 32 und 34 Jahre alt, stellen sich zur Beratung wegen einer familiären Belastung für Brustkrebs vor. In ihrer Familie sind bereits mehrere Frauen, darunter auch ihre Mutter, an Brustkrebs erkrankt. Diese hatte sich nach ausführlicher und nicht-direktiver Beratung für eine genetische Testung entschieden, bei der eine Veränderung (Mutation) in dem Hochrisikogen BRCA1 festgestellt wurde. Die beiden Töchter haben damit ein Risiko von 50 Prozent, diese Mutation ebenfalls geerbt zu haben. Sollte dies der Fall sein, so bestünde für sie ein lebenslanges Risiko von etwa 80 Prozent, an Brustkrebs z…