Die Haftung des Vertriebshändlers von Medizinprodukten
Lach, S.; Schönberger, S.; · MedizinProdukte Recht, Frankfurt · 2012 · Heft 9 · S. 73 bis 79
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf (1-15 U 122/10 vom 14. März 2012)1 gibt Anlass, einen genaueren Blick auf mögliebe Ansatzpunkte für eine Haftung des Vertriebshändlers von Medizinprodukten zu werfen. Der Kläger, dem ein implantierbarer Cardioverter Defibrillator zur Behandlung einer Herzrhythmusstörung eingesetzt worden war, verlangte Schadensersatz wegen mehrerer angeblich nicht indizierter Schockabgaben. Die beklagte bloße Vertriebsgesellschaft ist eine deutsche Tochtergesellschaft eines US-amerikanischen Herstellers. In den europäischen Wirtschaftsraum eingeführt wurden die Produkte jedo…