Man muss in die Welt des anderen hineingehen
demenz, Hannover · 2009 · Heft 1 · S. 11 bis 12
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Überhaupt hatte er am wenigsten von uns allen Probleme, auf meine Mutter einzugehen. Da gab es von Anfang an eine ganz unkomplizierte Ebene des gegenseitigen Verstehens und Verständigens. Wenn die Oma einmal schlecht drauf war und jammerte: „Ich mag nicht mehr leben, ich will lieber sterben, dann hat er sie sich einfach auf den Schoß gesetzt und geantwortet: „Jetzt wird nicht gestorben, jetzt wird gegessen. Und dann war alles wieder gut. Als ich starr vor Entsetzen vor meiner Mutter stand, und wir beide furchtvoll registrierten, dass es mit dem Selbst-Anziehen nicht mehr so klappt, da hat er sie einfach in den A…