Überflüssige Notwendigkeiten
Wams, E. N.; · demenz, Hannover · 2010 · Heft 7 · S. 2 bis 3
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Es geschieht oft, ohne dass es mir bewusst wird: Plötzlich bin ich nicht mehr die Partnerin, der Partner, die Tochter oder der Sohn, die Schwester oder der Bruder, sondern die Pflegerin beziehungsweise der Pfleger der mir nahe stehenden Person mit Demenz. Irgendetwas hat sich zwischen uns verändert - manchmal nur vorübergehend, manchmal auf Dauer. Die Atmosphäre ist plötzlich anders geworden, ich agiere distanzierter, ich reagiere dominant, ich fange an zu pädagogisieren. Und die zu pflegende Person antwortet darauf verstört, abwehrend, sogar aggressiv oder apathisch und verstummt oder versteinert nach und nach.