Gewürze für den Genuss und als Heilmittel
Walden, T.; · Naturheilpraxis mit Naturmedizin, München · 2012 · Heft 11 · S. 1199 bis 1204
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Pfeffer, Nelken, Zimt und Kardamom gehörten zu den höchsten Genüssen der Römer. Jährlich hundert Millionen Sesterzen bezahlte Rom nach Indien, China und an die Arabische Halbinsel nur für Gewürzlieferungen. Für diesen Handelszweig gab es eigene Gewürzstraßen. Der antike und mittelalterliche Gewürzhandel war weniger kulinarischer, eher magischer Natur. Die Wirkung eingeatmeter Dämpfe und des Rauches von Gewürzen wie Hanf, Lorbeer, Mohnsamen oder Mus-katnuss, mit denen ekstatische Zustände hervorgerufen wurden (was heute noch im Schamanismus praktiziert wird), war schon den Priestern und Sehern der Antike vertraut.