Ethisches Dilemma einer Therapie
Aurenque, D.; Wiesing, U.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2012 · Heft 11 · S. 1923 bis 1924
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das klassische adrenogenitale Syndrom (AGS) ist eine au-tosomal rezessiv vererbte Stoffwechselstörung, basierend auf einem Defekt der Nebennierenrinde, der bei den Betroffenen zu einer Virilisierung der äußeren Genitale fuhrt, wobei das innere Genitale weiblich ist. Die pränatale Behandlung des AGS mittels Dexame-thason kann die intrauterine Ver-männlichung des weiblichen äußeren Genitale vermindern und sogar vollständig verhindern. Sie muss jedoch „blind beginnen, das heißt vor der Feststellung, ob der Fötus weiblich und vom AGS betroffen ist. Stellt sich heraus, dass der Fötus nicht weiblich ist oder kein AGS…