Klartext für Patienten
Gesundheit + Gesellschaft, Remagen · 2013 · Heft 3 · S. 34 bis 39
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bei fast zehn Millionen Frauen in den USA wurden unnötige Pap-Abstriche (Zeliabstriche aus dem Gebärmutterhals) zur Zervix-Krebserkennung vorgenommen — unnötig deshalb, weil diese Frauen nach Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) gar keine Zervix mehr hatten (Sirovich & Welch, 2004). Unnötige Pap-Abstriche schaden der Patientin nicht, aber das Gesundheitssystem vergeudet damit Millionen, die an anderen Stellen für bessere Gesundheitsversorgung hätten genutzt werden können. Unmündige, nicht informierte Patienten gibt es nicht nur in den USA. Eine repräsentative Studie mit 10. 228 Teilnehmern aus neun europäischen…