Ausschluss jüdischer Arzte aus der Kassenpraxis
Gerst, T.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2013 · Heft 4 · S. 671 bis 673
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
So etwas trauten sich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten nur wenige. „Als Sprechstundenhilfe eines jüdischen Arztes und deutsche Christin, schrieb Johanna B. aus Dresden am 12. Juni 1933 an den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, „erhebe ich Protest gegen die unwürdige Art und Handlungsweise des Ärztevereins [...]. Im vergangenen Monat wurde den Ärzten ein Schreiben zugeschickt zur Ausfüllung über ihre Rassenzugehörigkeit mit dem Vermerk: wird streng vertraulich behandelt. Am 9. Juni wurden aber durch ein Rundschreiben des Ärztevereins die Namen sämtlicher jüdischer Ärzte bekanntgegeben. Das ist…