Prekäre Selbstbestimmung Das Institut der Patientenverfügung
HÖFLING, W.; · Zeitschrift für medizinische Ethik, Ostfildern · 2013 · Heft 7 · S. 171 bis 178
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Selbstbestimmungsrecht ist aus (verfassungs-)rechtlicher Perspektive die normative Mitte des Arzt-Patienten-Verhältnisses. Mit dem Instrument der Patientenverfügung kann dieses Selbstbestimmungsrecht gleichsam zeitlich gestreckt werden. Doch die Patientenverfügung ist kein »Universalschlüssel« zur Lösung der schwierigen Fragen am Lebensende. Weil die Erstellung einer Patientenverfügung eine anspruchsvolle Herausforderung darstellt, bedeutet der Verzicht auf eine vorgängige Beratung als Wirksamkeitsvoraussetzung, dass der Gesetzgeber auf die Praxisprobleme dysfunktional reagiert hat.