Die schützende Hülle
SCHNELL, M. W.; · pflegen: palliativ, Hannover · 2013 · Heft 7 · S. 23 bis 25
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Psychologe David Katz (*1884, t 1953) vertritt in seinem Buch „Der Aufbau der Tastwelt (1925) die These, dass die Bewegung eine Eigentümlichkeit des Tastens sei. Aristoteles bezeichnet den Tastsinn gar als ursprünglichste Wahrnehmung, ohne die kein Lebewesen leben könne. Durch die Bewegung baut sich eine Tastwelt auf, die nicht nur an die Hand gebunden ist und nicht nur an andere Organe, sondern auch und primär an die Haut. Es ist die Haut, die in der Tasterfahrung die Konturen und Qualitäten der Dinge erkundet, indem sie sie berührt. Die Haut ist Hautsinn und hat gleichzeitig einen Raumsinn.