Leihimmunität, enteraler Nestschutz und Impfungen in der Stillzeit
Gessner, U.; · Österreichische Hebammenzeitung, , Wien · 2013 · Heft 8 · S. 39
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Impfungen und insbesondere bereits durchgemachte Krankheiten führen bei der Frau zur Bildung von Antikörpern. Diese werden in der Schwangerschaft auf das Kind übertragen (Leihimmunität). Die größte Anzahl an Immun-globulinen wird dem Fetus während des dritten Trimesters über die Plazenta übertragen. Bei der Geburt sind bei reifen Neugeborenen die Serum IgG-Werte gleich oder etwas höher als mütterliche Serum IgG-Werte.1 Frühgeborene haben einen geringeren Nestschutz, da sie die diaplazentare Übertragung im letzten Trimenon nicht mehr erfahren, wodurch sich auch die höhere Infektanfälligkeit erklärt.