Guter Tod?
Pieper, A.; · NovaCura, Bern · 2013 · Heft 8 · S. 6 bis 8
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Auch Sokrates, der als Siebzigjähriger zum Tode verurteilt wurde und durch Gift starb, empfand kein Bedauern über sein vorzeitiges Ende. Er hätte mithilfe von Freunden aus Athen fliehen können, akzeptierte jedoch das Urteil. Fest davon überzeugt, dass Menschen eine unsterbliche Seele haben, die nach dem Tod des Körpers weiter existiert, ging er gelassen in den Tod (nachzulesen in Piatons Dialog «Phaidros»). Für ihn war es ein guter Tod, weil er ein gutes, den Göttern gefälliges tugendhaftes Leben geführt hatte und deshalb erwartete, dass seine Seele zur Belohnung auf die Insel der Seligen gelangen und dort für i…