Rollstuhl für die Seele?
Dingeldey, R.; · ChrisCare, Ahnatal · 2013 · Heft 12 · S. 10 bis 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Er bewegt sich nicht von der Stelle. Als dann ein älterer Mann - offensichtlich sein Vater, ihm aus dem Wasser hilft, sehe ich, dass die Beine des jüngeren Mannes gelähmt sind und auch die Arme nicht funktionieren, wie sie es eigentlich sollten. Mühevoll erscheint der Ausstieg aus dem Wasser und doch spürt man, dass diese Mühe eben zu dem Alltag der beiden gehört. Jeder Griff ist eingeübt und keineswegs unbeholfen. Der Rollstuhl steht bereit, der Vater hält den Sohn und gleichzeitig den Rollstuhl. Ich überlege einen Moment, ob ich meine Hilfe anbieten könne, aber irgendwie kommt es mir dann doch überflüssig vor.