Blut für Devisen
Erices, R.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2014 · Heft 1 · S. 92 bis 93
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die überlieferten Akten des DDR-Gesundheitswesens sprechen eine klare Sprache. In den 1980er Jahren war die gesamte DDR-Wirtschaft verpflichtet, Produkte für den Westen zu produzieren; der Staat brauchte dringend Devisen, um handlungsfähig zu bleiben. Auch das Gesundheitswesen hatte seinen Anteil zu leisten. Vier Säulen der Devisenbeschaffung wurden vom Ministerium festgeschrieben: Export von Blutprodukten, klinische Prüfung von westlichen Medikamenten, Ausbildung von Medizinstudenten und Ärzten aus dem Ausland sowie Anbieten von medizinischen Betreuungsleistungen (5). Damit hatte die DDR zunächst mäßigen Erfolg…