Die Versorgungslage war überaus kritisch
Gumz, A.; Erices, R.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2014 · Heft 2 · S. 289 bis 291
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Umfangreiche Akten aus dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) belegen einen deutlichen Ärztemangel in der DDR in den 1980er Jahren. Mediziner fehlten sowohl in den Krankenhäusern als auch in der ambulanten Betreuung. Dabei waren die einzelnen Bezirke und verschiedene Facharztrichtungen unterschiedlich stark betroffen. In der Stadt Zwickau beispielsweise fehlten laut einem Bericht von 1984A11-gemeinmediziner, Internisten und HNO-Ärzte (2), im Kreis Werdau fehlten Pädiater und Orthopäden (2). Im Bezirk Neubrandenburg waren nur 8 der 14 Kreise „mit einem hauptamtlichen Nervenarzt besetzt (3, S. 3).