Kardiotoxizität onkologischer Therapien
Thomssen, C.; Langer, T.; Schwamborn, J.; Vordermark, D.; Jordan, K.; Schutt, A.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2014 · Heft 3 · S. 161 bis 168
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Prospektive Studien konnten das Problem der Kardiotoxizität onkologischer Therapien nachweisen. Kardiotoxizität kann sich durch Herzrhythmusstörungen, arterielle Hypertonie, Thrombembolien, Angina pectoris, Myo-kardinfarkt und Herzinsuffizienz manifestieren. Potenziell letale Komplikationen sind noch 40 Jahre nach einer Tumortherapie beschrieben worden. Bei Gabe des Anthrazyklins Doxorubicin (Dosis: 500 mg/m2) traten bei 4-36 % kardiale Komplikationen auf. Trastuzumab und Epirubicin führten je nach Dosierung in 1,7-5 % zu dosislimitierenden kardialen Ereignissen. Paclitaxel löste in 0,5 % der Fälle Bradykardien,…