Das Unbehagen an der Selbstoptimierungskultur
GUGUTZER, R.; · Impulse, Hannover · 2014 · Heft 6 · S. 2 bis 3
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der »Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit« (I. Kant) hat nicht nur den individuellen Vernunftgebrauch zur Folge gehabt, sondern damit einhergehend das Optimierungsstreben als eine zentrale Leitkategorie der Moderne her-vorgebracht Die Moderne hält sich zugute, planvoll und ziel-strebig nach vorne zu schreiten, um die gott-, Schicksalsoder naturgegebenen Mängel zu beheben und das Leben lebens-werter, mithin sicherer, gerechter, spannender und gesünder zu machen. Mit dem Fortschrittsoptimismus der Moderne korrespondiert ein Optimierungsglaube, der in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer säku…