Zeitlos fasziniert der Totentanz
Hermanns, K.; · Zeitschrift für Gerontologie und Ethik, Nürnberg · 2010 · Heft 1 · S. 247 bis 255
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Seit mehr als fünfhundert Jahren haben sich Künstler mit dem Grundphänomen des Todes befasst und das, was er an kollektiven wie individuellen Ängsten, Hoffnungen, Fragen und Vorstellungen auslöst, im Bild dokumentiert und so der Sprachlosigkeit entrissen. (Kasten 1987) Die Kunstwerke des Mittelalters wie auch der Moderne sind Bilder von oftmals hohem ästhetischem Reiz, zuweilen aber auch grauenvoll wirkende Szenarien. Sie zeigen wie die menschliche Phantasie sich des Beängstigenden, für das unsere Sprache keine Worte bereithält, durch ausschmückende Umgestaltung bemächtigen kann.