Orientierung für das Handeln
Friesacher, H.; · intensiv, Stuttgart · 2014 · Heft 9 · S. 256 bis 261
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Doch gerade im Krankenhaus und noch mehr auf einer Intensivstation unterwirft sich ein sonst freier Mensch Regeln und Ab-läufen, die er sonst nie tolerieren würde. Und es ist nicht nur die Krankheit, im Fall von Intensivpatienten sogar eine lebensbedrohliche, die alles diktiert. Es ist auch eine Routine, es sind Verrichtungen und Abläufe, die auf maximale Effektivität hinsichtlich Diagnose und Therapie ausgerichtet sind. Der Leidende, das bedeutet der Begriff Patient ja wörtlich, wird so in eine heilende Ordnung gepresst, dass ihm keine Luft mehr zum Atmen bleibt5. Auch die folgende kleine Beobachtungssequenz au…