Auf der Suche nach der Achillesferse der Tumoren
Siegmund-Schultze, N.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2014 · Heft 9 · S. 1239 bis 1243
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Im Verlauf eines längeren Lebens treten vermutlich bei fast jedem Menschen maligne entartete Zellen auf: als Folge von Fehlern bei der DNA-Replikation, bei den Reparaturmechanismen, einer verminderten Induktion von Apoptose oder nicht effektiven Immunreaktionen. Dennoch betrifft die Diagnose Krebs nur circa jeden Dritten bis zum 90. Lebensjahr (2). Viele Tumoren werden nicht auffällig, sie ruhen, bleiben klein und beginnen möglicherweise erst dann zu wach-sen, wenn die Mikroumgebung (microenvironment) dafür günstig ist. Dasselbe gilt für sekundäre Tumoren, also Metastasen, die sich bezüglich ihrer genetischen un…