Das Leuchten der Proteine
Siegmund-Schultze, N.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2014 · Heft 1 · S. 1481
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Über die Beugung, das war Stefan Hell klar, ließ sich sein Ziel nicht erreichen. Der Physiker wollte Strukturen in lebenden Zellen mit einer höheren Auflösung sichtbar machen, als es die Lichtmikroskope der 90er Jahre vermochten. Aber es gab ein Limit: die Beugungsgrenze des Lichts. Einem 120 Jahre alten physikalischen Gesetz zufolge ließen sich im Lichtmikroskop zwei Punkte, je nach Wellenlänge, erst ab einer Entfernung von circa 200 Nanometern unterscheiden. Zu viel, um intrazelluläre Strukturen, Proteinkomplexe und ihre Veränderungen gut zu erkennen, zumindest im lebenden Objekt.