Unsere konstruierte Welt
Oldenburg, E.; · physiopraxis, Stuttgart · 2012 · Heft 2 · S. 10 bis 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Missverständnisse sind hier vorprogrammiert und basieren auf der Annahme, das Gehirn bilde die Welt ab wie eine Kamera. „Das ist das Dilemma des infiniten Regresses, erklärt Prof. Gerhard Roth. „Doch so funktioniert Wahrnehmung nicht. Wahrnehmung braucht Sinnesorgane, die Reize aus der Umwelt in elektrochemische Signale übersetzen - die Sprache des Gehirns. „Alles, was wir sehen, sind Konstrukte, meint der Hirnforscher. Er bezeichnet selbst das „denkende Subjekt als ein Konstrukt. Dessen Konstrukteur sei Teil der bewusstseinsunabhängigen Welt und uns damit nicht zugänglich.