Kriegstrauma und Alzheimer
Bode, S.; · demenz, Hannover · 2014 · Heft 11 · S. 10 bis 13
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Oft hört man den Satz: An Alzheimer erkranken bedeutet, sich ins Vergessen zu flüchten - eine gnädige Alternative. Leider stimmt das so nicht. Die eindrücklichsten Lebensereignisse, vor allem die aus der Kindheit, lösen sich nicht einfach auf. Zu den Aufgaben des Alters gehört es, sich mit dem Unerledigten des eigenen Lebens zu beschäftigen. Manche Menschen sind erst dann dazu in der Lage, wenn sie demenziell erkrankt sind. Warum ist das so? Weil ihnen die Vernunft und Strategien der Ablenkung nicht mehr zur Verfügung stehen, die ihnen halfen, ihre Gefühle und Schreckensbilder unter Kontrolle zu halten.