Christliche Begräbniskultur in säkularer Gesellschaft
SÖRRIES, R.; · Zeitschrift für medizinische Ethik, Ostfildern · 2014 · Heft 11 · S. 297 bis 310
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bereits mit der Reformation hat sich das kirchliche Handeln beim Begräbnis von der heilsnotwendigen Versorgung der Verstorbenen zur seelsorgerlichen Begleitung der Trauernden gewandelt. In einer säkular werdenden Gesellschaft wird sich das einstige Werk der Barmherzigkeit nicht mehr ausschließlich an die Kirchenmitglieder richten, sondern zu einem Dienst an der Gesellschaft werden. Insbesondere wird die Zuwendung gesellschaftlich Benachteiligten wie Unbedachten gelten müssen. Dabei müssen die Kirchen angesichts konkurrierender Weltanschauungen darauf achten, ihr christliches Profil zu wahren.