Langzeitnachsorge nach allogener Stammzelltransplantation
Wolff, D.; Bertz, H.; Lawitschka, A.; Halter, J. R.; Greinix, H.; Hilgendorf, I.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2015 · Heft 1 · S. 51 bis 58
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Es gibt kaum randomisierte Studien zur Langzeitnachsorge nach alloHSZT, allerdings existieren international konsentierte Leitlinien. Zehn Jahre nach alloHSZT entwickeln 50-70 % der Patienten eine chronische Graft-ver-sus-Host-Erkrankung (cGVHO). Da Transplantatempfänger ein erhöhtes Infektionsrisiko, inklusive der Reaktivierung von endogenen Herpesviren, haben, wird die leitliniengerechte Durchführung von Impfungen empfohlen. Eine gonadale Dysfunktion, die unter anderem vom Transplantationszeitpunkt und der Radiotherapie abhängig ist, tritt bei bis zu 92 % der Männer sowie 99 % der Frauen auf. Die einzunehmenden…