Differenzialdiagnose und interdisziplinäre Therapie des Analkarzinoms
Hohenberger, W.; Fietkau, R.; Ott, O.; Matzel, K. E.; Schneider, I.; Raptis, D.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2015 · Heft 4 · S. 243 bis 249
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Analkarzinome werden häufig als Zufallsbefund entdeckt. Etwa 85 % der neu diagnostizierten Analkarzinome sind mit HPV-Infektionen der Stämme 16,18 und 33 assoziiert. Die Radiochemotherapie mit 5-Fluorouracil und Mitomycin C ist die Therapie der Wahl. Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt 80-90 %. Eine primäre chirurgische Behandlung in kurativer Intention sollte nur bei gut differenzierten Analrandkarzinomen (T1, NO) vorgenommen werden. Die Indikation zur radikalen Resektion ist heute die letzte Möglichkeit und wird bei 10-30 % der Patienten angewendet. Die Endosonographie und die Positronenemissionstomographie al…