Für wen feiern wir eigentlich?
Kappus, H.; · demenz, Hannover · 2015 · Heft 5 · S. 13 bis 14
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In der ersten Zeit nach der Diagnose gab es keine größeren Veränderungen, nur die durch das Wissen um die Diagnose erhöhte Aufmerksamkeit meinerseits. Ich hatte die Befürchtung, mein Mann könne in der Gruppe von Feiernden auffallen. Schon der Gedanke daran erzeugte bei mir ein Schamgefühl. Zu Beginn der Demenz war ich noch nicht in der Lage, das auszuhalten. Durch die Erfahrungen, die ich machte, konnte ich später besser damit umgehen. Sein Verhalten entsprach oft nicht mehr den bekannten Konventionen: Er sprach dazwischen, wurde ärgerlich, wenn er etwas nicht verstand. Er trank viel Alkohol, wurde manchmal ausf…