CTG: Ich sehe was, was du nicht siehst
Gruber, P.; · Hebammenforum, Karlsruhe · 2015 · Heft 11 · S. 1058 bis 1063
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Vor vier Jahren haben wir in dieser Zeitschrift schon einmal etwas provokant festgestellt, dass auch nach 40 Jahren Dauereinsatz das Cardiotokogramm (CTG) das Ziel, zuverlässige Auskunft über den Zustand des Ungeborenen zu erhalten, nicht erreicht -zumindest nicht, wenn es routinemäßig bei gesunden Schwangeren eingesetzt wird.1 Dann gleicht es eher einem schlechten Fischernetz, das beim Angeln nach kranken Fischen im großen Teich ständig gesunden Beifang aus dem Wasser zieht. In der Wissenschaftssprache heißt das: Das CTG als Screening-Instrument produziert eine hohe Falsch-positiv-Rate. Oft sind die Kinder, die…