Klonale Hämatopoese von unbestimmtem Potenzial
Ganser, A.; Thol, F.; Heuser, M.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2016 · Heft 5 · S. 317 bis 322
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Klonale Hämatopoese von unbestimmtem Potenzial (clonal hematopoiesis of indeterminate potential, CHIP) ist eine neue Entität, die somatische Mutationen in Blutoder Knochenmarkzellen nachweist. Sie erfüllt aber keine weiteren Kriterien für eine hämatologische Neoplasie. Die Prävalenz von CHIP nimmt mit dem Alter zu und liegt in der 8. Dekade bei circa 10 %. In Deutschland sind hochgerechnet etwa 2 750 Personen betroffen. Das am häufigsten mutierte Gen ist DNMT3A, gefolgt von 7E72und ASXL1. Die Transformationsrate zu einer hämatologischen Neoplasie beträgt 0, 5-1 % pro Jahr und ist damit circa 13-fach erhöht. Wenn…