Vom Scheintod zur Notfallmedizin
Artmeier-Brandt, U.; Brandt, L.; · Anästhesiologie und Intensivmedizin, Erlangen · 2016 · Heft 5 · S. 274 bis 288
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Immer wieder berichtet die Tagespresse über fatale Diagnoseirrtümer, die dazu führen, dass ein noch lebender, aber auf dem Totenschein als verstorben befundener Mensch dem Bestatter oder dem Pathologen als „Scheintoter übergeben wird. Die Furcht, aufgrund der Fehldiagnose „Scheintod lebendig begraben zu werden, reicht bis in das Altertum zurück. Im Zeitalter der Aufklärung (ca. 1650-1800) erlebte diese Angst einen Höhepunkt. Sie führte einerseits zu kuriosen Erfindungen, die es dem versehentlich Begrabenen ermöglichen sollten, sich bemerkbar zu machen, andererseits war sie der Katalysator für eine Reform des Bes…