Polypharmazie - Tendenz steigend, Folgen schwer kalkulierbar
Joos, S.; Mörike, K.; Haumann, H.; Moßhammer, D.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2016 · Heft 9 · S. 627 bis 633
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In Deutschland kommt es bei etwa 42 % der über 65-Jährigen zu Polypharmazie, Tendenz steigend. 20-25 % dieser Patienten erhalten potenziell inadäquate Medikamente. Etwa 86 % der Tagesdosen an Medikamenten der über 65-Jährigen werden von Hausärzten verordnet. Insgesamt gibt es widersprüchliche Daten, ob durch Polypharmazie klinische Zielgrößen, wie etwa die Mortalität, beeinflusst werden. Ob Polypharmazie oder die zugrundeliegende Multimorbidität die Ursache für schlechtere klinische Ergebnisse ist, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Für die Betreuung von Patienten mit Polypharmazie in der Praxis sind Liste…