Unnötige Diagnostik in der Umweitmedizin
Drexler, H.; Greiner, A.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2016 · Heft 11 · S. 773 bis 780
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
9 % der Patienten hatten mindestens ein inadäquates Diagnoseverfahren durchlaufen. Am häufigsten fand sich bei ihnen eine ungeeignete Schwermetalldiagnostik (26 %), gefolgt von inadäquat eingesetzter Haaranalyse (15 %) und Biomonitoring im Blut/Urin mit fehlerhafter Wahl der Untersuchungsmatrix oder fehlerhafter Bewertung (15 %). Ein unsererseits durchgeführtes Biomonitoring bestätigte die umweltmedizinische Verdachtsdiagnose in keinem Fall. Referenzwertüberschreitungen traten hierbei seltener auf als bei den Sprechstundenpatienten, bei denen wir ohne Vordiagnostik selbst die Indikation zum Biomonitoring stellte…