Dumm oder verstockt?
Holtbernd, T.; · Psych. Pflege heute, Stuttgart · 2017 · Heft 2 · S. 23 bis 24
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Dummheit als Mittel der Lebenskunst Es lässt sich ertragen, wenn jemand kognitiv stark unterbelichtet ist. Doch: „Wahre Dummheit ist stolz; man wird selten eine größere Selbstverliebtheit antreffen als bei den Virtuosen der Dummheit.“ Im alltäglichen Sprachgebrauch wird dumm meist im Sinne von töricht verstanden. Wir wollen ausdrücken, dass jemand sich dumm anstellt und nicht dass er intelligenzgemindert ist, dass der andere, wie es Sokrates formulieren würde, ohne Selbsterforschung dogmatische Aussagen trifft. Wer etwas behauptet, sollte immer auch die Bedingtheit seiner Aussage bedenken, die zu sehr von Selbst…