Der Krankheit Raum geben
Schmitt-Sausen, N.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2017 · Heft 3 · S. 526 bis 529
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Vollmer klärt auf: „Sie alle haben den Wunsch, sich Raum anzueignen und Schutz darin zu suchen. Das ist das Konzept der Territorialität. Vor allem ist das Schutzbedürfnis noch stärker ausgeprägt, wenn man krank ist. Denn krank sein verändert die Raumwahr-nehmung.“ Unübersichtliche Räume, eine überreizte Umgebung, fehlende Rückzugsmöglichkeiten all das löse bei Patienten ungesunden Stress aus. So lautet die Kemthese der Dozentin. Im Umkehrschluss bedeutet ihr Denkansatz: Gebäude und Räume im Gesundheitssektor, die diese Aspekte bei der Gestaltung berücksichtigen, unterstützen den Genesungsprozess.