Polypharmakotherapie: Weniger ist mehr
Heilberufe · 2017 · Heft 4 · S. 65 bis 67
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Kunst, alte Menschen medikamentös gut zu behandeln, kann mit dem Slogan „weniger ist mehr“ auf den Punkt gebracht werden. Zwischen 2,5 und 6,5% aller Krankenhauseinweisungen gehen auf das Konto unerwünschter Arzneimittelwirkungen. Für ältere und gebrechliche Patienten liegt dieser Anteil noch deutlich höher. Die tägliche Einnahme von fünf und mehr Medikamenten wird daher als Polypharmazie oder Polypharmakotherapie bezeichnet. Mit zunehmender täglicher Medikamentenlast steigt nicht nur das Risiko von unerwünschten Arzneimittelwirkungen („N ebenwirkungen“), sondern auch die Wahrscheinlichkeit von Einnahmefehle…