Das Pleuraempyem eine interdisziplinäre Herausforderung
Tank, S.; Kerner, T.; Ruoff, C.; Könecke, D.; · plexus, Augsburg · 2017 · Heft 4 · S. 14 bis 26
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Ein Pleuraempyem wird als eine Ansammlung von infiziertem Sekret oder Eiter im Pleuraraum definiert [1] und ist in den meisten Fällen das Endstadium einer Infektion eines vorbestehenden Pleuraergusses. Die Auslöser für diesen sind hauptsächlich kardialer Genese, gefolgt von pulmonalen Infektionen (1/3 aller Pleuraergüsse) und malignen Grundleiden [2,3,4]. Empyeme entstehen jedoch v.a. parapneumonisch. 40-60% der einfachen parapneumonischen Ergüsse (PPE) entwickeln sich durch bakterielle Besiedlung, Kammerung oder Verschwartung zu einem komplizierten Erguss. Hiervon aggravieren sich bis zu 10% zu einem Empyem [5,…