Kein Ersatz für randomisierte Studien
Lange, S.; Sauerland, S.; Wieseler, B.; Lauterberg, J.; Windeier, J.; · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2017 · Heft 4 · S. 648 bis 652
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Verbreitet wird in letzter Zeit der Eindruck erweckt, dass mithilfe von Analysen sogenannter „real world data“ aus Routinedatenbeständen und medizinischen Registern Fragen nach Nutzen und Schaden von Arzneimitteln, Medizinprodukten und anderen medizinischen Interventionen schneller, kostengünstiger oder gar glaubwürdiger beantwortet werden können als mit klinischen Studien. Im gesundheitspolitischen Raum scheint entsprechend die Zahl der Befürworter zu wachsen, die solche Informationsund Datenquellen für Zulassungs-, Finanzierungsund Gestaltungsentscheidungen in der Gesundheitsversorgung stärker nutzen wollen.